NisthilfenUnser Verein pflegt etwa 160 Nisthilfen. Wir bemühen uns, bedrohte Vogel-arten mit Nistkästen zu fördern. Dazu gehören: Gartenrotschwanz, Alpen-segler, Mauersegler, Mehlschwalben (s.u.), Turmdohlen, Waldkauz u.a. Die Wald-Nistkästen wurden zu einer Zeit aufgehängt, als es noch als wich-tig erachtet wurde, die Wälder "sauber" zu halten; Totholz und Asthaufen wurden deshalb entfernt. Die Nistkästen waren somit lediglich als Ersatz für fehlende natürliche Nistgelegenheiten für Höhlenbrüter gedacht. Inzwi-schen ist man dazu übergegangen, totes Holz wenn möglich zu belassen und natürliche Brutplätze wieder zu erhalten und zu fördern. Dies ist auch der Grund, weshalb alte, verwitterte Nistkästen für Meisen nicht mehr er-setzt werden: Es gibt wieder genug natürliche Nisthöhlen „für alle” und ei-ne Überpopulation kann verhindert werden. Was heute vor allem gebraucht wird, sind Nistmöglichkeiten für bedrohte und zu fördernde Vögel wie den Waldkauz, die Wasseramsel, den Garten-rotschwanz, die Bergstelze und weitere mehr. Aber auch Mehl- und Rauch-schwalben, Mauersegler, Turmfalken, Schleiereulen und Turmdohlen sind darauf angewiesen, dass wir sie beim Bau von Nistgelegenheiten unter-stützen. Fast 40 Jahre lang hat der Gründungspräsident Alfred “Bimbo” Brunner die Nistkästen im Unterentfelder Wald betreut. Seit 2010 wird diese Arbeit Ende Oktober über mehrere Tage von Gabi Fierz (062 723 54 03, gabi.fierz(at)nvv-ue.ch) und Lis Friedl (079 565 85 65, lis.friedl(at)nvv-ue.ch) durchgeführt. Gabi und Lis waren übrigensauch die Leiterinnen der Waldspielgruppe Wirbelwindvon 2004 - 2024.Freiwillige Helferinnen und Helfer jeden Alters sind immer herzlich will-kommen – melden Sie sich einfach bei den Betreuerinnen! Mit etwas Glück kann man sogar eine Haselmaus entdecken, die sich im Nistkasten für den Winterschlaf eingerollt hat ...Beispiel im Dorf: MehlschwalbenIm Gegensatz zu früher findet man in unserer Gegend nur noch wenige Mehlschwalben. In Unterentfelden hat es nur noch eine Kolonie bei Familie Bolliger an der Suhrenmattstrasse. Die nächsten Kolonien befindet sich in Muhen. Die Mehlschwalbe ist eine gefährdete Art. Als Insektenfresser ist die Art stark vom Insektensterben betroffen. Ausserdem verschwindet die Kleintierhaltung mit Kompost, Misthaufen etc. immer mehr aus unseren Dörfern. Dies verringert die Nahrungsgrundlage der Mehlschwalben. Zu-sätzlich fehlen alte Häuser mit langen Vordächern zur Anlage der Nester. Als Zugvogel kommen dann noch die Gefahren wie Wetter, Vogeljagd im Süden etc. dazu.Vor zehn Jahren hat Martin Bolliger in Unterentfelden das letzte Mal ein Naturnest der Mehlschwalbe beobachtet. Heute fehlen Pfützen und Feld-wege mit Lehmlöchern zur Anlage von Naturnestern. Die Dörfer sind zu stark aufgeräumt und herausgeputzt. Kleinstrukturen fehlen für viele Vo-gelarten, nicht nur für Mehlschwalben. Unser Verein konnte im Sommer 2026 am gemeindeeigenen Schopf an der Suhrenmattstrasse acht neue Mehlschwalbennester montieren. Weil diese Nester in unmittelbarer Nähe der bestehenden Kolonie sind, erhöht sich die Chance, dass sie von den Vögeln angenommen werden.Siehe auch die weiteren Nisthilfe-Projekte “Mauer- und Alpensegeler”und “Turmdohlen”.