Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden
Natur aktuell Text und Bilder: Martin Bolliger    Die Bilder der Vorjahre finden Sie im Archiv als PDF – es lohnt sich!
Sondergalerie 2026   mit Bildern aus Unterentfelden von Gabriel Bolzhauser August Aktuell sind Sichler auf dem Durchzug am Klingnauer Stausee und am Flachsee zu beobachten. Mit seinem namensgebenden sichelförmigen Schnabel sucht er im Schlick nach Insekten, Krebstieren, Muscheln und Würmern (Klingnauer Stausee; Foto: Gabi Fierz) September Herbst-Wendelähre (Spiranthes spiralis; Densbüren-Rüdlen). Trotz extrem trockenem Sommer wurden über zehn blühende Exemplare gezählt. Einzelblüten: Der grün-gelbe Schlund ist typisch für die letzte Wildorchidee in Blüte bei uns. Oktober Hornisse (Vespa crabro; Bärenplatz-Weiher). Kleefarn (Marsilea quadrifolia; Karpfenteich in Suhr).
Samstag 26. September 2026 Stimmungsvoller Mosttag in Unterentfelden Die   17.   Ausgabe   des   Unterentfelder   Mosttags   war   wieder   ein   vol- ler   Erfolg.   Organisiert   wurde   der   Anlass   wie   immer   vom   Natur- und    Vogelschutzverein    Unterentfelden    und    vom    Biologischen Gartenbauverein Unterentfelden. Ein   stimmungsvoller   Anlass,   bei   dem   die   Süssmost-Presse   im   Zent- rum    stand.    Wegen    des    warmen    und    trockenen    Sommers    wurde etwas   weniger   Kundenmost   gepresst.   Dafür   war   das   Verlangen   nach frischem   Süssmost   umso   grösser.   Einmal   mehr   waren   die   berühmten Öpfelchüechli   mit   Vanillesauce   der   Renner.   Die   Kaffeestube   mit   Süss- most   und   selbst   gemachten   Kuchen   lud   zum   Verweilen   ein.   Nicht   feh- len   durfte   die   Apfelausstellung   mit   über   siebzig   Sorten   aus   Unter- entfelden   und   Umgebung.   Der   Verkaufsstand   mit   alten   Apfelsorten aus dem Baumgarten Waldhof in Suhr fand ebenfalls Anklang. Die   Chabishoblete   hat   ca.   100   kg   Chabis   zu   Sauerkraut   verarbeitet. Selbstverständlich   wurden   auch   die   Kinder   nicht   vergessen,   für   die ein spezielles Bastelprogramm angeboten wurde. Ein   grosses   Dankeschön   den   vielen   Helferinnen   und   Helfern,   ohne die ein solcher Anlass nicht möglich wäre! Text und Fotos: Thomas Hersche Samstag 15. und Freitag 21. August 2026 Die zwei Arbeitseinsätze im August verlangten Flexibilität Im   August   konnte   der   Natur-   und   Vogelschutzverein   Unterent- felden   zwei   Pflegeeinsätze   in   der   Gemeinde   durchführen.   Beide Einsätze waren geprägt vom aussergewöhnlichen Augustwetter. Am   15.   August   wurden   bei   heissen   Temperaturen   die   Gebiete   um   die beiden   Landenhofweiher   von   Gebüsch   und   einem   Teil   der   Seerosen befreit.   Die   Folie   des   einen   Weihers   wird   in   den   nächsten   Wochen   zu- dem   repariert.   So   bleibt   das   wertvolle   Gebiet   um   die   beiden   Amphi- bienweiher erhalten. In   einem   abendlichen   Einsatz   wurde   am   21.   August   das   Gras   beim ehemaligen   Schiibestand   mit   dem   Balkenmäher   geschnitten.   Die   an- strengende   Arbeit   im   unwegsamen   Gelände   wurde   von   einem   erfri- schenden Regenguss begleitet. Die   Überraschung   war   dann   aber   gross,   als   am   Morgen   des   öffentli- chen   Pflegeeinsatzes,   am   28.   August,   ein   grosses   Gewitter   mit   Hagel durch   das   Mittelland   zog.   Leider   waren   für   den   Abend   weitere   Gewit- terzellen   angesagt,   der   Einsatz   wurde   verschoben.   So   zog   eine   spon- tane   Gruppe   von   neun   Erwachsenen   und   zwei   Kindern   am   nächsten Morgen   mit   Rechen   und   Heugabeln   ins   Feld.   Eine   Joggerin   aus   dem Quartier   half   ebenfalls   kurzerhand   mit.   Anstelle   des   geplanten,   aber   – wegen   des   Feuerverbots   –   nicht   möglichen   Grillabends   für   die   Hel- fenden,    werden    die    Fleissigen    diesmal    zu    einem    späteren    Pizza- schmaus eingeladen. Wie   so   oft   in   diesem   Sommer   waren   die   Umstände   speziell.   Dank tatkräftigen     und     spontanen     Helfenden     kamen     die     Einsätze     zu Gunsten der Natur aber zu einem erfolgreichen Abschluss. Text: Lukas Kammermann; Fotos: Anina Grenacher
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Der Eisvogel ist Vogel des Jahres 2026 Auch   2025   hat   BirdLife   Schweiz   die   Bevölkerung   eingeladen,   den   «Vogel des    Jahres»    zu    wählen.    Gesucht    wurde    ein    «Botschafter    für    naturnahe Fliessgewässer».   Über   18'000   Naturinteressierte   machten   mit.   Das   Rennen gemacht   hat   knapp   vor   der   Wasseramsel   schliesslich   der   Eisvogel.   Mit   sei- nem   leuchtenden   Gefieder   und   seiner   furchtlosen   Jagdtechnik   ist   er   einer der schönsten und beliebtesten Vögel der Schweiz. Der   Eisvogel   steht   für   klare   Flüsse,   Auen,   intakte   Natur   und   Lebensräume voller   Dynamik.   Er   bewohnt   das   ganze   Jahr   über   langsam   fliessende   oder stehende   Gewässer   wie   Bäche,   Flüsse,   Auenlandschaften   und   Seen.   Ent- scheidend   für   ihn   sind   ein   reicher   Bestand   an   Kleinfischen,   klares   Wasser sowie genügend Sitzwarten wie Äste, Schilfhalme oder Steine. Als   Meisterjäger   unter   Wasser   lebt   der   Eisvogel   hauptsächlich   von   kleinen Fischen.   Zum   Jagen   setzt   er   sich   auf   eine   Warte.   Hat   er   einen   Fisch   ent- deckt,   stürzt   er   sich   kopfüber   blitzschnell   ins   Wasser,   packt   seine   Beute   mit dem   langen   Schnabel,   taucht   wieder   auf,   fliegt   auf   eine   nahe   Sitzwarte zurück   und   verschluckt   die   Beute   Kopf   voran.   Pro   Tag   frisst   er   so   bis   zu 35% seines Körpergewichts. Zur   Brutzeit   ist   der   farbenprächtige   Vogel   auf   ungestörte,   vegetationsfreie Steilwände   angewiesen,   in   denen   er   seine   40   bis   80   cm   lange   Bruthöhle anlegt.   Die   Partnersuche   findet   im   Februar   und   März   statt,   wobei   es   zu   ra- santen   Verfolgungsflügen   kommen   kann.   Aber   das   Männchen   weiss   seine zukünftige   Partnerin   auch   mit   kleinen   Fischen   als   Brautgeschenk   zu   über- zeugen   (die   beiden   lassen   sich   gut   an   der   Färbung   des   Unterschnabels unterscheiden:   beim   Weibchen   ist   er   orange,   beim   Männchen   schwarz).   Ab Ende    März    legt    das    Weibchen    sechs    bis    sieben    Eier,    die    drei    Wochen bebrütet   werden.   Beide   Eltern   füttern   die   Jungen   mit   Insekten   und   kleinen Fischen.   Das   funktioniert   bei   den   Eisvögeln   überraschend   geregelt:   Wer   ei- nen   Fisch   bekommen   hat,   wandert   in   der   Höhle   nach   hinten   und   stellt   sich hinter   den   Geschwistern   wieder   an.   Nach   drei   bis   vier   Wochen   verlassen die   Jungvögel   das   Nest.   Sie   werden   jedoch   bald   vertrieben   und   begeben sich   bis   zum   Herbst   auf   Wanderschaft,   um   ein   eigenes   Revier   zu   suchen. Die   Eltern   beginnen   gleich   mit   der   nächsten   Brut,   so   dass   im   Jahr   zwei-   bis dreimal blauschillernder Nachwuchs zur Welt kommen kann. Der   Eisvogel-Bestand   hat   sich   in   den   letzten   Jahren   leicht   erholt   und   liegt aktuell   bei   400   bis   500   Brutpaaren.   Dies   dürfte   an   den   milderen   Winter   lie- gen,   denn   viele   Eisvögel   verhungern,   wenn   Gewässer   grossflächig   zufrie- ren.   Das   grösste   Problem   ist   jedoch   der   Mangel   an   geeigneten   Lebensräu- men.   Fast   alle   grossen   Fliessgewässer   und   viele   kleine   wurden   kanalisiert, verbaut   oder   gar   eingedolt.   Für   den   Schutz   des   Eisvogels   ist   es   deshalb   ent- scheidend,   natürliche   Lebensräume   mit   einer   eigenen   Dynamik   zu   erhalten oder   wieder   zu   schaffen.   Sie   sind   für   Fische,   Amphibien,   Libellen   und   viele weitere   Wassertiere   und   damit   auch   für   den   Eisvogel   überlebenswichtig.   Er steht so auch als Symbol für eine intakte Gewässerbiodiversität. Gemeinsam   mit   den   BirdLife-Naturschutzvereinen   ist   auch   BirdLife   Schweiz bei   der   Revitalisierung   von   Bächen   tätig,   um   ihnen   Stück   für   Stück   wieder mehr   Platz   zu   geben.   Um   dem   Eisvogel   neue   Brutmöglichkeiten   zu   bieten, werden   künstliche   Brutwände   errichtet   oder   geeignete   Steilwände   freige- stellt. (Text, Fotos, Link und Video: BirdLife Schweiz 2025) Weitere Informationen von BirdLife finden Sie hier und bei der Vogelwarte.
Foto: Chris Venetz
Foto: Beat Rüegger
Foto: Ralph Martin
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
Demnächst Samstag, 24. Oktober 2026 Nistkasten-Putzete Jedes Jahr im Herbst, wenn die Brutzeit der Vögel längst vorbei ist und die Jungen ausgeflogen sind, ist es an der Zeit, die Nistkästen im Wald zu put- zen und für den nächsten Frühling bereit zu machen. Wir laden naturinteressierte Kinder im Alter von 6 -10 Jahren  ein, mit uns eine Nistkastentour (ca. 2 Stunden) im Unterentfelder Wald zu unterneh- men. Dazu treffen wir die Kinder um 13:30 Uhr auf dem Parkplatz des Waldhauses Lättweiher. Sicher gibt es auch dieses Jahr beim Putzen der Nistkästen viel Interessan- tes über deren Bewohner zu sehen und zu erfahren. Anmeldung und Infos bis Freitag, 23. Oktober bei Lis Friedl       oder     Gabi Fierz 079 565 85 65          062 723 54 03 Mittwoch, 4. November 2026 Filmabend “Raindrop – Die Reise des Wassers” Ein Dokumentarfilm von Marco D. Graf (2025, 100 Minuten) 19:30 Uhr im Kirchgemeindehaus Unterentfelden, Eintritt frei Eine   Reise   mit   dem   Wasser   von   den   höchsten   Gipfeln   der   Alpen,   bis   in die Weite des Ozeans. Wohl   kaum   ein   Element   auf   unserem   Planeten   ist   wichtiger   als   Wasser. Dort,   wo   Wasser   ist,   gedeiht   das   Leben.   Aber   nur   die   wenigsten   wissen, welch   wunderbare   Geschöpfe   in   den   heimischen   Lebensräumen   am   Was- ser   täglich   ihr   Leben   meistern.   Fernab   von   unseren   Blicken   geschehen   täg- lich   wahre   Dramen   und   Glorien.   Geschichten,   die   kaum   jemand   zu   Gesicht bekommt. Geschichten voller Abenteuer, Tragik, Komik und sogar Liebe. Über   vier   Jahre   haben   Marco   Graf   und   sein   Team   die   seltensten   und   iko- nischsten   Geschöpfe   in   den   noch   wenigen   intakten,   wilden   Lebensräumen begleitet    und    dabei    atemberaubende,    spektakuläre    Bilder    eingefangen sowie die spannendsten Geschichten dokumentiert.        
siehe auch > Programm
Freuen Sie sich auf diesen ausserge- wöhnlichen, vielfach preisgekrönten Film!