Sondergalerie 2026mit Bildern aus Unterentfelden von Gabriel Bolzhauser FebruarZwei botanisches Highlight aus dem Tessin: Christrose (Helleborus niger). Die wilde Christrose kann zur Zeit am Monte Caslano bewundert werden.Hundszahnlilie (Erythronium dens-canis; Stabio TI). Die botanische Schönheit kommt wild in der Schweiz nur hier vor!25. Februar: Erster Grasfrosch-Laich(Untere Quellmatte).Grasfrosch-Paarung (Brüelmatte).Erdkröte (Bufo Bufo; Weiher Kirchweg).Fehlpaarung Grasfrosch/Erdkröte (Weiher Kirchenweg). Solche kommen immer wieder vor, da die liebeshungrigen Grasfrösche alles umklammern was sich bewegt.Märzenbecher (Leucojum vernum; Hard Erlinsbach).Der Zitronenfalter gehört zu den ersten Tagfaltern nach dem Winter. Er wird fast ein Jahr alt und überwintert oft gut getarnt zwischen Efeu-blättern. Die Raupen leben an Faulbaum oder Kreuzdorn.
März
Kernbeisser am Futterbrett an der Suhrenmattstrasse. Jedes Jahr erwarten wir wieder freudig unseren einheimischen "Papagei".Erdkrötenpaarung und Erdkröten-Laichschnur (Bärenplatz-Weiher).Der Huflattich (Tussilago farfara; Karpfenteich Suhr) heisst bei uns auch Märzenblüemli. Er wird als Heilpflanze auch in Hustenbonbons wie Ricola verwendet.Gemeine Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris; Stockmattwiese in Oberhof). Diese Frühlingspflanze heisst auch Küchenschelle oder Pelzanemone.C-Falter (Brüelmatte).Der Frühlings-Enzian (Gentiana verna; Suhrenmattstrasse) ist äusserst konkurrenzschwach und anspruchsvoll an Boden und Lage. Er benötigt feuchte und kalkhaltige Böden in warmer Lage. Er gedeiht nur auf unge-düngten,mageren Böden. Dazu braucht er zum Keimen ganz bestimmte Bodenpilze.Mittelmeermöwe zu Gast am Bächliweg (Foto: Erich Lustig)Buchfink-Weibchen auf der Dachbegrünung (Foto: Erich Lustig)Gewöhnliche Weinberg-Tulpe ( Tulipa sylvestris; Lätt Suhr), bei uns die einzige heimische Tulpenart.
April
Italienischer Skorpion ( Euscorpius italicus; Campora TI). Die Tiere sucht man mit UV-Taschenlampen in den Trockenmauern nachts. Dort fluores-zieren sie beeindruckend!Trauerbock (Morimus asper funereus; Campora TI).Gefleckter Feuersalamander (Salamandra Salamandra; Monte TI). Bei uns kommt der gebänderte Feuersalamander vor. Dieser ist nur nachts unter-wegs. Im Tessin lebt der meist grössere Gefleckte Feuersalamander, oft auch am Tag anzutreffen.
Samstag, 14. März 2026Pflegearbeiten in der Brüelmatte: Vereinskooperation für die Natur über die Gemeindegrenze hinwegDie Natur macht bekanntlich an der Gemeindegrenze nicht halt, und so fand auch dieses Jahr eine langjährige Vereinskoopera-tion erneut statt: Am 14. März führten der Natur- und Vogel-schutzverein Unterentfelden und der gleichnamige Verein aus Suhr gemeinsam einen Pflegeeinsatz in der Brühlmatte zwischen Unterentfelden und Suhr durch.Das Wetter meinte es diesmal nicht gut mit den Vereinen. An diesem Samstagmorgen war kaltes, regnerisches Wetter angesagt. Infolge-dessen entschied man sich im Vorfeld gegen das Schneiden der Baumreihe bei den drei Brüelmatte-Weihern, und auch das traditio-nelle gemeinsame Znüni nach dem Einsatz wurde abgesagt.Zu Beginn wurde die motivierte Gruppe, welche aus immerhin 21 Personen bestand, in drei Teams aufgeteilt: Ein Team schnitt den Zaun bei den 3 Weihern neben der Holzbrücke frei und entsorgte das Grüngut. Am Rand des nahegelegenen Wäldchens wurden ebenfalls Schnittarbeiten durchgeführt. Eine zweite Gruppe legte das Bächlein am Waldrand beim Bärenplatz frei und legte weitere Asthaufen als Kleinstrukturen an. Die dritte Gruppe widmete sich den Unkentümpeln im Hang beim Gönhardwald. Hier wurden Wasserlöcher wiederhergestellt und neue gegraben. In den unscheinbaren sumpfigen Löchern im Wald kann die seltene Gelbbauchunke beobachtet werden. Die gefährdete Amphibienart bevorzugt flache, karge Pfützen, die auch austrocknen können. Damit riskiert die Art zwar, dass die geschlüpften Kaulquappen vertrocknen, jedoch werden durch temporäre Gewässer auch die Fressfeinde im Wasser immer wieder eliminiert. Man zählt das Amphib darum zu den Pionierarten, welche oft als erste eine neue Feuchtstelle be-siedeln. Dabei werden auch gerne sonnige, wenig befahrene Rad-spurtümpel zur Laichablage genutzt.Text: Lukas Kammermann; Fotos: Stefan Ballmer und Marisa Tomasi
Der Eisvogel ist Vogel des Jahres 2026 Auch 2025 hat BirdLife Schweiz die Bevölkerung eingeladen, den «Vogel des Jahres» zu wählen. Gesucht wurde ein «Botschafter für naturnahe Fliessgewässer». Über 18'000 Naturinteressierte machten mit. Das Rennen gemacht hat knapp vor der Wasseramsel schliesslich der Eisvogel. Mit sei-nem leuchtenden Gefieder und seiner furchtlosen Jagdtechnik ist er einer der schönsten und beliebtesten Vögel der Schweiz. Der Eisvogel steht für klare Flüsse, Auen, intakte Natur und Lebensräume voller Dynamik. Er bewohnt das ganze Jahr über langsam fliessende oder stehende Gewässer wie Bäche, Flüsse, Auenlandschaften und Seen. Ent-scheidend für ihn sind ein reicher Bestand an Kleinfischen, klares Wasser sowie genügend Sitzwarten wie Äste, Schilfhalme oder Steine. Als Meisterjäger unter Wasser lebt der Eisvogel hauptsächlich von kleinen Fischen. Zum Jagen setzt er sich auf eine Warte. Hat er einen Fisch ent-deckt, stürzt er sich kopfüber blitzschnell ins Wasser, packt seine Beute mit dem langen Schnabel, taucht wieder auf, fliegt auf eine nahe Sitzwarte zurück und verschluckt die Beute Kopf voran. Pro Tag frisst er so bis zu 35% seines Körpergewichts.Zur Brutzeit ist der farbenprächtige Vogel auf ungestörte, vegetationsfreie Steilwände angewiesen, in denen er seine 40 bis 80 cm lange Bruthöhle anlegt. Die Partnersuche findet im Februar und März statt, wobei es zu ra-santen Verfolgungsflügen kommen kann. Aber das Männchen weiss seine zukünftige Partnerin auch mit kleinen Fischen als Brautgeschenk zu über-zeugen (die beiden lassen sich gut an der Färbung des Unterschnabels unterscheiden: beim Weibchen ist er orange, beim Männchen schwarz). Ab Ende März legt das Weibchen sechs bis sieben Eier, die drei Wochen bebrütet werden. Beide Eltern füttern die Jungen mit Insekten und kleinen Fischen. Das funktioniert bei den Eisvögeln überraschend geregelt: Wer ei-nen Fisch bekommen hat, wandert in der Höhle nach hinten und stellt sich hinter den Geschwistern wieder an. Nach drei bis vier Wochen verlassen die Jungvögel das Nest. Sie werden jedoch bald vertrieben und begeben sich bis zum Herbst auf Wanderschaft, um ein eigenes Revier zu suchen. Die Eltern beginnen gleich mit der nächsten Brut, so dass im Jahr zwei- bis dreimal blauschillernder Nachwuchs zur Welt kommen kann.Der Eisvogel-Bestand hat sich in den letzten Jahren leicht erholt und liegt aktuell bei 400 bis 500 Brutpaaren. Dies dürfte an den milderen Winter lie-gen, denn viele Eisvögel verhungern, wenn Gewässer grossflächig zufrie-ren. Das grösste Problem ist jedoch der Mangel an geeigneten Lebensräu-men. Fast alle grossen Fliessgewässer und viele kleine wurden kanalisiert, verbaut oder gar eingedolt. Für den Schutz des Eisvogels ist es deshalb ent-scheidend, natürliche Lebensräume mit einer eigenen Dynamik zu erhalten oder wieder zu schaffen. Sie sind für Fische, Amphibien, Libellen und viele weitere Wassertiere und damit auch für den Eisvogel überlebenswichtig. Er steht so auch als Symbol für eine intakte Gewässerbiodiversität.Gemeinsam mit den BirdLife-Naturschutzvereinen ist auch BirdLife Schweiz bei der Revitalisierung von Bächen tätig, um ihnen Stück für Stück wieder mehr Platz zu geben. Um dem Eisvogel neue Brutmöglichkeiten zu bieten, werden künstliche Brutwände errichtet oder geeignete Steilwände freige-stellt.(Text, Fotos, Link und Video: BirdLife Schweiz 2025)Weitere Informationen von BirdLife finden Sie hierund bei der Vogelwarte.
Foto: Chris Venetz
Foto: Beat Rüegger
Foto: Ralph Martin
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
Foto: Gabi Fierz, NVV Unterentfelden
DemnächstSonntag, 26. April 2026Frühlingsexkursion “Amphibienweiher” Start 07:30 Uhr beim Jungschi-Zentrum, Leitung: Vorstandsmitglieder46. MitgliederversammlungBeginn 10:15 Uhr im Jungschi-Zentrum > Download MV-Unterlagenab 12:15 Uhr Essen und Festbetrieb Donnerstag-Sonntag, 7.-10. Mai 2026Stunde der GartenvögelIndividuelle TeilnahmeUnterlagen: www.birdlife.ch/sdgFreitag, 8. Mai 2026Pflanzen- und Setzlingsbörse18:00 Uhr bei Familie Hersche-Hochueli, Roggenhausenstrasse 120https://sites.google.com/site/biogartenue Gemeinschaftsanlass mit